Auf dem Weg zum Familienzentrum

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Beschreibung

Um Familien bei der Erziehung und Bildung ihrer Kinder vielfältig, umfassend und wohnortnah zu unterstützen, machen sich inzwischen viele KiTas auf den Weg zum Familienzentrum. Familienzentren bilden dabei einen integrierten, sozialräumlich vernetzten und ressourcenorientierten Ort für und von Familien.

Sowohl in der Wissenschaft wie auch bildungspolitisch gelten Familienzentren als Zukunftsmodell – denn Familien und Kinder unterliegen heute mehr denn je sich schnell verändernden Herausforderungen, für die sie unterschiedliche Unterstützungsangebote benötigen. In der Regel sind Eltern sehr engagiert, um die bestmögliche Förderung ihrer Kinder sicherzustellen, müssen jedoch gleichzeitig auch die persönliche und berufliche Entwicklung gestalten sowie nicht selten auch noch die Pflege der eigenen Eltern gewährleisten.

Gesellschaftliche Entwicklungen und wissenschaftliche Erkenntnisse verweisen darauf, wie eng der Zusammenhang von Bildung, Bindung, Gesundheit und Teilhabe ist. Es ist erwiesen, dass der Bildungserfolg von Kindern in weitaus höherem Maße vom Elternhaus abhängt als von der Erziehung und Bildung in Kindertageseinrichtung und Schule. Denn die Qualität der familiären Lernumgebung beeinflusst die kognitive und soziale Entwicklung der Kinder am stärksten. Eine sichere Bindung zu den Eltern ist eine wesentliche Grundlage für die Entwicklung eines Kindes. Deshalb erzielen Einrichtungen, die Bildung, Erziehung und Betreuung mit integrierter Familienarbeit anbieten, die besten Ergebnisse. Eltern sind so auch in der institutionellen Betreuung der Schlüssel für gute Entwicklung und Bildungserfolg in der KiTa.

Familienzentren als Präventionsmodell

Die Begleitung der Eltern von Beginn an ist darüber hinaus auch eine wichtige Aufgabe präventiver Familienförderung – dies gilt insbesondere auch für Familien mit Migrationshintergrund oder für solche aus sozial prekären Lagen.

Das nifbe-Buch zu Familienzentren zeigt auf, wie eine KiTa sich zu einem Familienzentrum entwickeln kann und wie bereits bestehende Familienzentren ihre Qualität weiter verbessern oder überprüfen können. Es spannt einen Bogen von den rechtlich-strukturellen Rahmenbedingungen über die inhaltlich-konzeptionellen Grundlagen und Professionalisierungsapsekten bis hin zu ausgewählten Praxisbeispielen, die Anregung für die pädagogische Arbeit geben und zum Nachahmen ermuntern.

Heike Engelhardt (Hg.): Auf dem Weg zum Familienzentrum. Herder, 208 Seiten.