6. Alltagsbasierte Sprachbildung

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(Lisa Schröder / Heidi Keller)

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Beschreibung

Sprache ist in den letzten Jahren als ein zentraler Entwicklungsbereich der frühen Kindheit mehr und mehr in den Fokus gerückt. Bislang wurde die Sprachentwicklung meistens als ein Bildungsbereich neben vielen anderen verstanden und behandelt. Dies spiegelt sich beispielsweise in Sprachfördermaßnahmen wider, bei denen Kinder in separierten Einzel- oder Kleingruppensettings in Sprache „geschult“ werden. Zum einen besteht nun zunehmend Konsens, dass Sprache vielmehr das „Basiswerkzeug“ darstellt, um sich andere Bildungsbereiche erschließen zu können. Zum anderen, dass sprachliche Bildung von Kindern nur dann erreicht werden kann, wenn ihnen eine sprachanregende und –bildende Alltagsumwelt geboten wird. Sprich: die kindliche Sprachbildung betrifft alle Personen, mit denen das Kind im Alltag agiert. Dieses Umdenken spiegelt sich auch in neuen Förderrichtlinien und Handlungsempfehlungen wider, zum Beispiel in denen des niedersächsischen Kultusministeriums zu Sprachbildung und Sprachförderung.

In dem vorliegenden Themenheft soll aus aktuellem Anlass darauf eingegangen werden, wie eine erfolgreiche Sprachbildung im kindlichen Alltag funktionieren kann. Eingangs wird beleuchtet was Sprachbildung ausmacht und warum sprachliche Bildung ein alltagsbasierter Prozess sein muss. Dann wird der Frage nachgegangen wie sprachbildendes Verhalten im pädagogischen sowie familiären
Alltag konkret umgesetzt werden kann und was dabei beachtet werden sollte – hier werden einige für die Praxis relevante internationale Forschungsergebnisse vorgestellt. Abschließend werden die Schlussfolgerungen für sprachbildendes Verhalten zusammengefasst und als Ausblick ein aktuelles Projekt zur alltagsbasierten Sprachbildung „Sprachkultur in der Kita“ kurz vorgestellt.